„Bei Mustern bin ich raus.“ – Zu Besuch bei kate_notes in Hamburg

von Sebastian

„Wir verliebten uns direkt in den großzügigen und lichtdurchfluteten Wohnbereich mit der großen Fensterfront und konnten unser Glück kaum fassen, als wir die Zusage bekamen“, schwärmt Katharina (30) aka @kate_notes noch heute. Seit Anfang 2018 wohnt Katharina nun mit ihrem Freund in der ausgebauten Dachgeschosswohnung in Hamburg-Eppendorf. Bald sind sie zu dritt, denn Katharina erwartet gerade ihr erstes Kind. Betritt man ihr loftartiges Zuhause, fühlt es sich ein wenig an, als käme man an ein Filmset vor traumhafter Kulisse – der Blick über die Dächer der Großstadt wie eine Fotomontage. Aber es ist real.

Ein Gespräch über Minimalismus und Beständigkeit, über die Umsicht, Möbel und Objekte mit Bedacht auszuwählen, und das stille Glück der Schwangerschaft.

Ihre Pflanzen bezeichnet Katharina als ihre größten Glückskäufe. Der Kaktus blüht auch noch nach drei Jahren einmal jährlich für 14 Tage. Ihre Agave braucht nur einmal im Monat Wasser, ziert jedoch den Couchtisch, als sei sie eine Königin. Die Metalltreppe führt übrigens zu einer weiteren Sitzecke auf der Galerie.

Liebe Katharina, wie würdest du deinen Wohnstil in drei Worten beschreiben?

Minimalistisch. Ausgeglichen. Warm.

Wie setzt du das bei der Gestaltung deines Zuhauses um?

Mir ist Gemütlichkeit wichtig. Auch wenn wir relativ minimalistisch eingerichtet sind und wenig herumsteht: Ich habe immer frische Blumen als Farbakzente im Haus und liebe den Blick auf gesunde Pflanzen. Die vielen Holzelemente in Kombination mit den Teppichen und der Couch aus Wolle mit vielen Kissen runden den Wohnraum für mich ab.

Katharinas Lieblingseinrichtungsgegenstand ist der Wishbone Chair von Carl Hansen. „Weil er ein absoluter Klassiker ist und die Verarbeitung so fein und unfassbar schön“, sagt sie. Ein zweiter Carl-Hansen-Stuhl steht deshalb auf ihrem Interior-Wunschzettel ganz oben.

Beständigkeit ist dir ebenfalls wichtig …

Ja. Ich bin kein Räumemonster oder brauche alle paar Monate neue Bilder an der Wand. Mich entspannt es, hier und da neue Details zu schaffen, die nicht besonders auffallen.

Was bedeutet es dir, nach Hause zu kommen?

Mein Zuhause ist mein Ort der Sicherheit und ein Ruhepol. Kennt ihr das, wenn ihr morgens das Haus verlasst und euch schon auf den Moment freut, abends den Schlüssel wieder ins Schloss zu stecken und einfach wieder anzukommen? Das habe ich ganz oft.

Abends träumen Katharina und ihr Freund manchmal von einem abgelegenen Haus am Rande Hamburgs mit Blick auf ein Feld und mit einem schönen Garten. So ähnlich sähe auch Katharinas Traumzuhause aus – allerdings sollte der Weg zum Meer auch nicht allzu weit sein.

Mit welchen Materialien und Farben umgibst du dich am liebsten?

Ich liebe generell Naturmaterialien – vor allem Holz, weil es immer Wärme ausstrahlt. Ich liebe es, morgens barfuß über den von der Sonne aufgewärmten Boden in die Küche zu gehen, um mir einen Kaffee zu machen. Eine Lieblingsfarbe habe ich gar nicht, aber ich setze vor allem auf neutrale Farben und mag Akzente mit Koralltönen in Form von Kissen oder Terrakottatöpfen für meine Grünpflanzen.

Und wie sieht es mit Mustern aus?

Bei Mustern bin ich raus.

Alles wirkt bei dir mit Bedacht ausgewählt und an seinem festen Platz. Wie sieht es da eigentlich mit Fehlkäufen aus?

Ich habe mir vor ein paar Jahren angeeignet, immer ein paar Nächte über eine Kaufentscheidung zu schlafen, anstatt Dinge direkt zu kaufen. Wenn ich mir das Teil nach ein paar Tagen immer noch sehr gut in meinem Zuhause vorstellen kann und anstelle dessen kein anderes, weiß ich, dass ich lange meine Freude daran haben werde.

Katharina liebt insbesondere die vielen Holzelemente und die große Fensterfront, die es immer zu einem lichtdurchfluteten Zuhause macht.

„Kennt ihr das, wenn ihr morgens das Haus verlasst und euch schon auf den Moment freut, abends den Schlüssel wieder ins Schloss zu stecken und einfach wieder anzukommen?“

Die Holztreppe geht hinauf in die Küche.

Die Dachluke in der Küche führt auf die vor Kurzem fertiggestellte Dachterrasse. Über den Gang gelangt man in Schlaf- und Badezimmer.

Welche drei Einrichtungsgegenstände würdest du aus deinem Zuhause retten, wenn es brennen würde?

Da der Esstisch und die Couch zu schwer sind, wären es definitiv meine drei derzeitigen Lieblingsstühle: der Tripp Trapp von Stokke, Carl Hansens Wishbone sowie der Thonet-Freischwinger.

In welchen Merkmalen deines Zuhauses erkennst du dich am deutlichsten wieder?

Klare Linien, reduziert auf das Nötigste, und zeitweise ein nicht perfekt aufgeräumter Kleiderschrank.

Und mit welchen Charaktereigenschaften würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein sehr ehrgeiziger und ungeduldiger Mensch. Ich merke aber besonders momentan auch aufgrund meiner Schwangerschaft, wie wichtig es ist, bei sich zu sein und sich öfter zu sagen: Morgen ist auch noch ein Tag. Ich genieße gerade die Entschleunigung und die Zeit, zu Hause zu verbringen.

Bei dir vergeht kein Tag ohne:

Für etwas dankbar zu sein.

Katharina arbeitet als Projektmanagerin in einer Werbeagentur in der Hamburger Schanze. Allerdings sind ihre Tage dort vorerst gezählt, da sie im September voller Vorfreude ihr erstes Kind erwartet, wofür sie unendlich dankbar ist. Die Babyecke ist bereits vorbereitet.

Drei Dinge, die wir noch nicht über dich wissen:

1. Ich habe früher 13 Jahre lang Ballett getanzt.
2. Ich habe eine kleine 1½-jährige Schwester.
3. Ich habe BWL studiert.

Hast du noch andere Leidenschaften neben dem Einrichten?

Mode und kochen.

Oh, was würdest du uns denn kochen?

Pasta mit frischen Kräutern vom Markt, einem guten Olivenöl und frisch geriebenem Parmigiano Reggiano.

Urlaube müssen bei Katharina nicht unbedingt in die weite Ferne führen. „Aber ich brauche Meer“, sagt sie. „Städtereisen als Inspiration liebe ich auch zwischendurch.“ In der tollen Unterkunft auf Ibiza waren Katharina und ihr Freund im vergangenen Jahr.

Liebe Katharina, vielen Dank für das schöne und spannende Interview!

Um in Zukunft kein Bild mehr zu verpassen, könnt ihr @kate_notes hier folgen.

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