Die beiden türkisfarbenen Gewürzmühlen sind meine neueste Errungenschaft und haben sich ihren Platz auf meinem Esstisch eindeutig verdient. Die Qualität ist nicht optimal, das gebe ich zu, für einen Studenten-Haushalt aber preislich einfach überzeugend.
Dass es auch gut ohne Elektronik geht, beweist diese alte Brotschneidemaschine vom Alexanderwerk die ich für drei Euro in einem Sozialkaufhaus erstanden habe. Die Kaffeemühle dahinter ist auch schon alt, meine Großmutter hat sie mir vermacht.
Eines dieser Erinnerungsstücke, die man nicht weggeben mag, die aber eigentlich auch zu nichts Nutze sind. Jetzt schon. Der kleine Metall-Puppenkinderwagen beherbergt Süßstofftabletten, die man fröhlich auf dem Tisch umherfahren kann.
Die unfassbar grüne Brotbox hab ich von meiner Mutter zum Einzug bekommen, das DDR-Hühnchen daneben muss auf seine Funktion als Eierbecher verzichten und ist jetzt Kreidehalter für meine diversen Vorratsgläser und den Küchenschrank.
Über meiner Brotmaschine hängt seit heute Morgen (gerahmt) ein Plakat, das ich mir bei einer Podiumsdiskussion zum Thema NSU eingepackt habe. Das hängt - im Gegensatz zu den Porzellanhasen und der Milchkuh - nicht nur da, weil ich es "dekorativ" finde.
Bevor ich eingezogen bin, habe ich lange geplant – und am Ende doch fast alles anders gemacht. Aber auf dem kleinen Sperrholzmodell, was ich zwecks Planung gebaut habe, kann man ganz gut Raumaufteilung und Farbgestaltung nachvollziehen.

