Ideen und Tipps für die Einrichtung eines Babyzimmers
Gut 6 Jahre ist es her, als mein erstes Kind unterwegs war und ich mich mit solchen Fragen auseinander setzen musste: Wie richten wir das Babyzimmer ein? Was brauchen wir? Was ist nicht so wichtig? Gar nicht so einfach, diese Fragen zu beantworten, wenn man keine Erfahrung mit dem Thema Kinder hat... Im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, was nötig und was verzichtbar ist bei der der Einrichtung eines Babyzimmers. Diese Erkenntnisse, die auf meiner persönlichen Erfahrung bestehen (aber keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben) will ich heute an werdende Eltern und alle, die es vielleicht einmal werden wollen
, weitergeben.
Dinge, die man braucht:
Stubenwagen oder Gitterbettchen
Decken
Pucksack
Wickeltisch
Mobile oder Lampions
Kommode oder Schrank
Babytrainer (Gestell mit Figuren und Greiflingen, unter das man das Baby legen kann)
Dimmbare Lampe
SCHLAFEN:
Die Frage, die Eltern vermutlich am meisten spaltet, ist die, ob das Baby im elterlichen Schlafzimmer schläft, oder im eigenen. Darauf gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Jedes Kind und jede Familie ist anders. Bei uns war es so, dass das erste Kind sehr lange Zeit im Stubenwagen im Schlafzimmer bei uns Eltern schlief. Die Zwillinge dagegen lagen von Anfang an in ihrem eigenen Zimmer. Egal wie man sich entscheidet, ein Stubenwagen, den man dahin schieben kann, wo man gerade ist, finde ich eine sinnvolle Sache. Da Babys in der ersten Zeit viel schlafen, habe ich es so gehandhabt, dass ich den Wagen immer in das jeweilige Zimmer, in dem ich mich gerade aufhielt, mitgeschoben habe. Das empfand ich als sehr praktisch. Abends haben wir dann den Stubenwagen samt schlafenden Kind ins Kinder- oder Schlafzimmer geschoben. Die Zwillinge haben sogar gemeinsam im Stubenwagen geschlafen!
Zum Schlafen benötigt das Baby einen Schlaf- oder Pucksack. Kopfkissen soll man wegen Erstickungsgefahr nicht benutzen. Ebenso sollen Kuscheltiere nur in Maßen, wenn überhaupt, im Babybett zu finden sein. Zum Zudecken eignen sich leichte Decken. Zusätzliche Geborgenheit schafft ein Betthimmel.
BETTCHEN:
Nach ca. 6 Monaten ist das Baby dem Stubenwagen entwachsen. Wir sind dann auf ein günstiges, weißes, schlichtes Gitterbett namens Gulliver von Ikea ausgewichen. Praktisch an diesem Bett ist, dass man den Rost in der Höhe variabel einstellen kann. Für die erste Zeit liegt die Matratze etwa Höhe des Gitters, sodass man sich beim Ablegen des Babys nicht so weit hinunterlehnen muss. Wenn das Baby größer ist und sich beginnt, hochzuziehen und aufzustehen, montiert man das Gitter eine Etage tiefer. Noch eine Zeit später, kann das vordere Gitter bei Bedarf herausgenommen werden, und das Bett öffnet sich – das Kind kann heraus- und hineinkrabbeln.
WICKELTISCH:
Ein weiteres wichtiges Element im Babyzimmer ist der Wickeltisch. Er ist meiner Meinung nach unverzichtbar. Meine Eltern hatten damals keinen Wickeltisch und haben uns auf dem Bett gewickelt. Das ist anstrengend, weil man sich dann herunterbeugen oder auf die Knie gehen muss – und das viele Male am Tag. Ein Wickeltisch ist da sehr viel komfortabler. Man kann bequem im Stehen das Baby saubermachen. Viele Kinder mögen das An- und Ausziehen nicht so gerne, deshalb kann es sinnvoll sein, über dem Wickeltisch ein Mobile anzubringen oder ein kleines tönendes Spielzeug bereitzuhalten. Wir hatten damals einen schmalen Wickeltisch, der sich unauffällig ins Babyzimmer einfügte. Der Wickelisch hatte auf halber Höhe eine praktische Ablage, in der man Windeln, Kleider und Rasseln griffbereit hatte. Die Eckdaten der Maße für einen Wickeltisch:
Er sollte wischen 80 Zentimeter und 100 cm breit und etwa 70 Zentimeter tief sein. Von der Höhe sind 85 cm meist ausreichend – es sei denn, der wickelnde Vater ist groß gewachsen, dann ist eine entsprechend angepasste Höhe besser (z.B. 100 cm). Da das Baby im Laufe der Zeit immer wendiger wird, sollte man am Wickeltisch entweder seitliche Begrenzungen anbringen oder aber das Kind immer mit einer Hand „im Griff“ haben, auch wenn man nur kurz eben einen Body aus der Ablage ziehen will.
STAURAUM:
Um all die Babyutensilien wie Kleider, Zubehör vom Kinderwagen (Sonnenschirmchen, Fußsack etc) unterzubringen und all das hinter verschlossenen Türen zu haben, eignet sich ein kleiner Kleiderschrank oder eine größere Kommode. Viele Eltern legen auf eine solche Kommode auch gleich die Wickelauflage und haben so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
DECKE ODER TEPPICH:
Da Babys viel liegen und nicht den ganzen Tag im Stubenwagen verbringen wollen, ist es wichtig, dass ein weicher Teppich oder eine Krabbeldecke auf dem Boden liegt. Eine Krabbeldecke hat den Vorteil, dass man sie schnell und einfach ins gewünschte Zimmer transportieren kann, weil die Kleinen erfahrungsgemäß gerne da sind, wo die Eltern sich auch gerade aufhalten. Babys liegen gerne unter einem sogenannten Babytrainer. Das ist ein Gestell, an dem Figürchen und Greiflinge baumeln, nach denen das Baby, wenn es etwas größer ist, greifen kann. Unsere Kinder haben dieses „Gerät“ sehr gerne gemocht.
LICHT:
Da Babys und Kinder nicht im völlig Dunkeln schlafen wollen, ist es sinnvoll, neben der Hauptlampe (war bei uns ein Papierlampion) zusätzlich eine kleinere, am besten dimmbare Lampe ins Babyzimmer zu integrieren. Beim Einschlafen war das eine große Hilfe bei uns.
STUHL ODER SESSEL:
Für das abendliche Schlafritual (Lieder vorsingen, Geschichten vorlesen) eignet sich ein (Schaukel-)Stuhl oder Sessel (oder natürlich ein kleines Sofa), den man in die Nähe des Babybettchens stellt, um so in Ruhe bei seinem Baby sitzen zu können, wenn man es ins Bett gelegt hat.
FARBE:
Wer nicht unbedingt das ganze Zimmer farbig streichen möchte, der bekommt Farbe ins Zimmer durch gemusterte Vorhänge, bunte Mobile, Papierlampions (zu sehen auch bei Mima), Lampen, Kissen, Decken und farbige Teppiche. Bei uns war eine mit Soff bezogene alte Schreibtischplatte zusätzlicher Farbklecks. Tapetentierchen, Wandsticker, gerahmte Bilder und Fotos an der Wand setzen weitere fröhliche Akzente.
Schlussendlich ist die Einrichtung eines Babyzimmers natürlich sehr individuell – die Geschmäcker sind verschieden. Wichtig ist, dass das Zimmer babygerecht und sicher (abschließbare Fenster; Steckdosenschutz) eingerichtet ist und dem Kind einen gewissen Freiraum lässt. Ich habe versucht, all die Dinge, die ich für notwendig halte, zusammenzufassen. Die Tipps können gerne von euch ergänzt und weitergedacht werden. Einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen, dann können alle von den gesammelten Erfahrungen profitieren!
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KOMMENTARE
Hallo,
, in der Wippe haben sie sich schnell beruhigt.
ich fand bei meinen Kindern eine Babywippe unverzichtbar. Beide haben es geliebt, darin sanft gewippt zu werden. Wenn sie durch nichts zu beruhigen waren, also solche Situationen, wo verzweifelte Eltern mit ihren Säuglingen im Auto um den Block fahren
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