Immer das Gleiche mit diesen Designerstühlen...
Was ist die Königsdisziplin im Möbeldesign? Genau – der Stuhl. Warum? Tja, weil es Stühle nunmal inflationär gibt und man sie genauso wenig neu erfinden kann wie den Kühlschrank. Vier Beine, Sitzfläche, Lehne, Punkt. Mehr ist da nicht zu holen... oder etwa doch?!
Die Designer lassen sich nicht abschrecken, denn Formensprache und Materialwahl sind schonmal zwei Variablen für die man x-tausend Möglichkeiten einsetzen kann. Und wer noch nie einen Stuhl gemacht hat, der darf sich nicht Designer nennen! Also frisch ans Werk! Hier kommen die innovativsten, merkwürdigsten und praktischsten Designerstühle des letzten Jahrhunderts.
Dieser hier hat Design-Geschichte geschrieben – ihr kennt ihn alle und viele von euch lieben ihn sehr: den Panton Chair (ohje, das reimt sich schon wieder.... vielleicht sollte ich mal versuchen einen ganzen Beitrag in Versform zu verfassen!?). Organische Form, Freischwinger, absolute Ikone des modernen Designs... Wenn man "Designerstühle" sagt, muss man auch Panton sagen und das sagt eigentlich auch schon alles.
Tom Dixon hat sich für seinen S-Chair sicher ein bisschen was von Verner Panton abgeschaut, nur kann ich mir nicht helfen – dieses geflochtene Etwas erinnert mich immer an die Rückenansicht einer Frau mit einem riesigen … ähm, na ihr wisst schon... und einer erstaunlich schlanken Taille ;o)
Frank Gehry hat für Knoll meterweise Holzbänder zurecht gebogen und sie zu einem sehr runden Sitzmöbel namens Hat Trick zusammengefügt, das doch sehr feudal daher kommt. Ein bisschen wie ein moderner Thron - es fehlt nur noch die Vergoldung!
Etwas minimalistischer, aber ebenfalls aus Bugholztechnik, ist der Shanghai Chair des Designstudios KiBiSi (für HAY). Da sind genau vier Holzpaneele gebogen und – ich weiß nicht wie – miteinander verbunden worden. Der Shanghai Chair ist stapelbar und in kunterbunten Farbkombinationen erhältlich. Sieht schön schlicht aus und passt sicher gut in ein Mix & Match aus verschiedenen Stilrichtungen um den Esszimmertisch.
Ganz schön organisch, ja fast schon floral, mögen es dagegen die Bouroullecs: Sie haben für Vitra den Stuhl Vegetal entworfen, der komplett aus Kunststoff gefertigt wird. Es gibt ihn unter anderem in rostrot, grasgrün und natürlich auch in schwarz und weiß. Überhaupt ist Kunststoff derzeit wieder zum Lieblingsmaterial der Designer avanciert - in der Slideshow findet Ihr aber viele Designerstühle auch aus anderen Materialien.
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KOMMENTARE
Durch Dich werde ich mehr und mehr zum Möbelexperten!!! Liebe Grüsse,_frida_
salü...wieder ganz toll geschrieben
die stühle von HAY sind wunderbar! lg
anmerkung zu bild 26 oder 27...je nach ansicht: der designer heisst alfredo häberli, der stuhl wogg 37 und die herstellerfirma wogg http://www.wogg.ch/
wir haben uns letzte woche wogg 18 bestellt
hallo ihr zwei!
@ frida: ja, ich hab auch einiges dazu gelernt in sachen möbeldesign! leider geht mein kleines praktikum jetzt ja zu ende
@ miraculusa: dankeschön für die ergänzungen! tippfehler und fehlinformation unter einem bild... peinlich peinlich (habs jetzt fix ausgebessert
)
LG, katinkarin
Liebe Katrin
Schade gibt es bald keine Beiträge mehr von dir, oder wirst vielleicht doch gelegentlich einen posten
Miraculusa hat dich beim Wogg Stuhl bereits korrigiert.
Um deine Frage zu beantworten, bei Wogg werden alle Möbel fortlaufend nummeriert. So einfach ist die ganze Logik. Liebe Grüsse
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