Wohndesign von ClassiCon: Möbel mit Mythologie

Andy 13.09.2011 - 10:12 3 2.837 Text merken 

Wenn die klassische Mythologie im zeitgenössischen Wohndesign auftaucht und sich Möbel aus den 20er Jahren daruntermischen, scheint etwas aus dem Lot. Aber bei ClassiCon gehört das alles zum Plan. Was die besondere Perspektive des Münchner Herstellers in Sachen Möbel ausmacht und welche große Namen damit verbunden sind, erfahrt ihr hier.

Mal ehrlich, so ein Designerstuhl ist ja nicht nur ein Gebrauchsgegenstand. Mindestens genauso gut funktioniert er auch als Kunstobjekt, an dem man sich täglich sattsehen will. Außerdem eignet sich so manches Möbelstück bei guter Behandlung auf lange Sicht auch als Wertanlage. Dieser Meinung ist man auch bei ClassiCon, wo zeitlose Ästhetik und Hochwertigkeit erste Priorität haben. Einerseits sind ihre Möbel in bedeutenden Museen weltweit ausgestellt. Andererseits garantiert die Signatur und Nummerieren jedes Stücks dessen Qualität und Echtheit, sodass man sie später auch wieder weiterverkaufen kann. Bei ClassiCon finden sich Klassiker des Wohndesigns von Eileen Gray und Eckart Muthesius neben jungem Design von Konstantin Grcic.
 

Wunderbares Wohndesign von heute und damals
Doch wer meint, dass passe nicht zusammen, der irrt sich. Wie schon beim Firmennamen, verläuft auch bei zeitlosem Wohndesign die Kombination aus „Classic“ und „Contemporary“ harmonisch. Neben meisterhaften Designklassikern, die bis 1924 zurückreichen, fördert der Hersteller auch herausragende Jungdesigner. ClassiCon verfolgt dabei eine genaue Linie und lässt sich nicht auf kurzlebige, modische Trends im Wohndesign ein. Hinter dieser Philosophie stehen auch die Geschäftsführer. Die Firma wurde 1990 von Stephan Fischer von Poturzyn, dem Gründer des Design Zentrums München, aus der Wiege gehoben. Mittlerweile hat Oliver Holy, übrigens Urenkel von Hugo Boss, die Geschäfte übernommen. Die Verbindung von Geschichte und Aktualität setzt sich aber auch noch in anderen Bereichen fort. So hat das zeitgenössische Wohndesign mythologische Namen wie „Odin“, „Satyr“ und „Mars“. Das schließt den Bogen zu Eileen Gray wieder, deren Wohndesign selbst schon eine gewisse Mythologie umgibt.

 

PS: Wer in München ist und einmal den Munich Chair von ClassiCon testen will, sollte das Museum Brandhorst besuchen. Denn das Café dort ist mit den Stühlen ausgestattet.

KOMMENTARE

Bild des Benutzers arte

Eine wunderbare Bilderauswahl! Mir gefallen am besten die Modelle Palluas und Mars von Gricic. lg


Bild des Benutzers Andy

Danke!

Ja, die sind schon toll! Die Munich-Serie von Sauerbruch Hutton finde ich auch ganz ausgezeichnet.


Bild des Benutzers ClassiCon

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