Wie richte ich ein Jugendzimmer ein?
Wenn der Nachwuchs endgültig den Kinderschuhen entwächst und das alte Kinderzimmer einfach nur noch „uncool“ ist, ist guter Rat oft teuer. Wie kann ich mit wenigen Handgriffen aus einem ungeliebten Kinderzimmer ein schickes Jugendzimmer machen? Wer garantiert mir, dass das Zimmer dann nicht innerhalb kurzer Zeit wieder „uncool“ ist? Immerhin ändert sich der Geschmack von Teenagern oft genauso schnell wie ihre Launen…
Mit ein paar guten Tipps und Ideen ist es aber letztlich gar nicht so schwer, ein jugendgerechtes Refugium zu schaffen, das nicht allzu teuer ist und den hohen Ansprüchen der Fast-Erwachsenen doch gerecht wird.
Bei der Planung eines Jugendzimmers bzw. der Umgestaltung eines Kinderzimmers in einen jugendlichen Rückzugsort sollte man sich vor allem an den Ansprüchen, die Jugendliche an ihre eigenen vier Wände haben, orientieren. Vor allem die Privatsphäre wird jetzt besonders groß geschrieben, die Eltern sollen nicht mehr alles mitbekommen und das Recht auf die eine oder andere Heimlichkeit muss gewährt werden. Das gilt auch für das Jugendzimmer.
Das Zimmer muss „cool“ sein, es kommen immer öfter Freunde zu Besuch und da ist es natürlich wichtig, dass im Zimmer ein gemütliches Plätzchen zum Zusammensitzen existiert. Ein kuscheliger Teppich, große Bodenkissen oder ein Sitzsack sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Hin und wieder bleiben Freunde auch über Nacht und auch da muss für eine gute Zweitschlafgelegenheit gesorgt sein. Das kann ein ausziehbares Bettsofa sein, eine Gästematratze, die geschickt unter dem Bett versteckt wird oder eine Stapelliege. Ein anderer wichtiger Bereich im Jugendzimmer ist der Arbeitsplatz. Mit zunehmendem Alter wachsen auch die schulischen Verpflichtungen. Also muss auch dafür ein angenehmer Arbeitsplatz geschaffen werden. Genauso wichtig ist auch genügend Stauraum. Es muss ausreichend Stauraum vorhanden sein, um alle Dinge wegräumen zu können (ob das dann auch so geschieht, steht wahrlich auf einem anderen Blatt! Zumindest muss aber die theoretische Möglichkeit gegeben sein…).
Bei der Neuanschaffung von Möbeln sollte man bereits jetzt im Kopf haben, dass es wahrscheinlich nicht mehr allzu lange dauert, bis die Kinder das Haus verlassen und da lohnt es sich, bei einigen Möbeln (zum Beispiel dem Bürostuhl) in gute Qualität zu investieren. Bei anderen Möbeln hingegen ist es ratsam, auf günstigere Alternativen vom Schweden oder Improvisiertes zu setzen, da sich diese Anschaffungen ohne weiteres austauschen lassen, wenn sie dem Bewohner nicht mehr gefallen. Viele Möbel lassen sich auch einfach selber bauen. Warum nicht aus ein paar alten Euro-Paletten eine gemütliche Chill-Out-Zone bauen? Einfach ein paar Paletten aufeinander stapeln und eine Matratze oder eine Schaumstoffmatte darauf legen, Kissen drauf und fertig! Oder auch, um Stauraum zu gewinnen, Bücher nicht in einem langweiligen Regal unterbringen, sondern in ein paar gestapelten Plastik-Kisten vom Bäcker? Wer handwerklich ein bisschen begabt ist, kann sich auch an diesem Regal hier versuchen. Ein selbst gebautes Podest grenzt nicht nur unterschiedliche Bereiche im Raum ab, es schafft zusätzlichen Stauraum. Unter der Sitz-/Liege-/Chill-Fläche können Dinge untergebracht werden, die nicht täglich gebraucht werden.
Neben den Möbeln sind aber auch die Wände eine gute Gelegenheit, sich kreativ auszutoben und im Handumdrehen ein ganz neues, cooles Raumgefühl zu schaffen! Schon mit ein wenig Farbe lassen sich tolle Effekte zaubern und der Raum strahlt in neuem Glanz. Eine Übersicht über die Möglichkeiten der Wandgestaltung gibt’s hier. Gute Farben fürs Jugendzimmer sind knallige Töne wie Blau, Rot, Grün, Pink, Orange. Und auch Grau als Basisfarbe (zum Beispiel mit Rot kombiniert) kann im Jugendzimmer cool und modern aussehen.
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