Im Haus! Thema: Zusammenziehen
Diesmal wage ich mich in meiner Kolumne an ein Duo-Thema – nämlich: das Zusammenziehen. Und damit verbunden auch der Frage des Geschmacks und des eigenen Stils, wenn im Nicht-Idealfall zwei Wohnwelten aufeinander treffen. Wie geht Ihr damit um? Und vor allem: Wie löst ihr das "Problem"?
Keine Kompromisse
Nähere ich jetzt mal ganz persönlich dem Thema, muss ich gestehen: Ich bin schwer kompromissbereit. Ein Restaurant – da lasse ich mich drauf ein. Das TV-Programm – wozu gibt es zwei Fernseher. Der Urlaub – ok, die zwei Wochen sind zwar schwer, aber machbar. Und ganz wichtig: Im nächsten Jahr geht es dann woanders hin! Aber beim Wohnen wechselt man ja nicht so schnell die Unterkunft. Das soll dauerhaft schön sein, und so, dass sich beide wohlfühlen.
Die individuelle Geschmacksantenne
Lernen wir uns kennen, gehe ich ganz überzeugt und mit einem Ur-Vertrauen an ihn heran. Behaupte, an der Nasenspitze auch die Vorlieben bei der Einrichtung zu erkennen. Sehe in seinen Augen, wie der Kühlschrank aussieht. Gut, in manchen Fällen lag ich richtig, in manchen aber eben nicht. Pech? Darf der Mann nicht, wenn das Sofa nicht stimmt? Ja, ich würde behaupten: eine imposante Hifi-Wand (gibt es so etwas überhaupt noch? Und wenn ja, sollte ich meinen Männergeschmack überdenken?) darf nicht einziehen. Also darf er auch nicht einziehen. Ist zum Glück noch nicht passiert. Vielleicht möchte er im Gegenzug ja auch keine Blumenbettdecke im Schlafzimmer. Die Liebe jedenfalls, bügelt bei mir keine Ledercouch glatt.
Stimmt's oder stimmt's nicht?
Oder alles nur Klischees? Ich erinnere mich bei diesem Thema immer daran, dass lulu041283 öfters mal die Frage hörte: Was sagt dein Mann zu deinem Einrichtungsstil? Der mag es, war die Antwort. Also: Alles völlig überholt? Alles gar nicht wichtig? Alles gar nicht relevant? Lasst mich doch mal wissen, wie Ihr das seht.
Übrigens: Einmal sogar habe ich mich mit dem fusseligen Teppich besser arrangiert als mit dem Mann. So kann es auch gehen ...
P.S. Falls vorhanden: Zeigt doch mal das Streitobjekt!
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KOMMENTARE
Oh das kenne ich, ich hatte am Anfang auch große bedenken. Unser Kompromiss war er bekommt „sein Zimmer“ (er mag es bunt) und ich darf den Rest gestalten
eher schlicht; also männerfreundlich. Manchmal packt es mich doch und dann liebe ich wieder so kitschige Dinge wie „gehäkelte Eulen“ die fand er gar nicht so dolle.. habe sie trotzdem an die Äste gehängt.. glaube, er merkt gar nicht mehr dass die Eulen dort hängen 
uhhhh na da kann ich doch ein liedchen von trällern
vor 5 jahren sind ER und ich zusammen gekommen- seit 2,5 jahren auch räumlich!! naj, was soll ich sagen.....die geschmäcker hätten unterschiedlicher nicht sein können- er kannte es von zu hause so: sehr "modern", viel silber, edelstahl, blau, grau, keine deko (ist nämlich alles nur kitsch und staubfänger...so bekam er es zumindest in der erziehung vermittelt...) naja und da war nun ich: mädchenhaft, gerne viel deko, weich und blumig und luftig und kuschelig war es bei mir- in meinem "kinderzimmer" domierten die farben orange, rot und weiß mit holz..... mein geschmack hatte sich allerding beim einzug in die eigene wohnung auch nicht so übernommen- erwachsener war er und trotzdem mädchenhaft und dieser ganze kram! das ende vom lied ich habe IHN auf den geschmack gebracht- genötigt wohnzeitschriften (die logischerweiße eher meinen stil beinhalteten) durchzustöbern.... nach und nach fand er gefallen an dem gemütlichen! und mitlerweile hat er auch eingesehen dass er sich vieles nicht vorstellen kann und lässt mir (größtenteils) freie hand! nur wenn es zu "weich und warm" wird schreitet er ein
mein tipp: IHN mit einbeziehen und entscheiden lassen und zwar nach dem vorgehen: sucht euch schon selbt 2 oder 3 möglichkeiten die euch gefallen raus und zeigt sie ihm und überlasst dan ganz ihm die entscheidung
ihr versteht.....?!?!
Mein Mann (!!!) wollte einen pinkfarbenen Teppich. Ich hatte Bedenken, aber da er sich seiner Sache ganz sicher war, wurde seine Vorstellung umgesetzt. Gefällt mir richtig gut jetzt.
Also entweder hat mein Mann tatsächlich den gleichen Geschmack wie ich oder er geht den Weg des geringsten Widerstandes, d. h. er ist findet alles was ich so anschaffe : "gut"

Hauptsache er hat seine Sauna ...
Finde ich ein interessantes Thema!
Liebe Grüße
Wir sind vor drei Jahren , nach siebenjähriger Beziehung zusammen gezogen.
. Die haben wir dann durch weitere Möbel der gleichen Serie ergänzt und gut is. Seine Dekodinge sind in die Wohnung natürlich auch mit eingeflossen. Das war ihm und auch mir wichtig. Jeder sollte sich irgendwie im gemeinsamen Haus wiederfinden. Aber wenn ich heute neu dekoriere gibts ab und an immer noch Knatsch. Er braucht es halt bodenständig und ein wenig eingefahren. Das gibt ihm Sicherheit und mir somit Ruhe.
Er kannte meinen Wohnstil ich seinen. Nun fand ich seinen immer nicht so paasend für mein Leben mit ihm. Er war (oder ist???) mehr so der gemütliche Typ, Kiefernmöbelliebhaber, grüne Landhausmöbelwohnzimmereinrichtung (Allein schon dieses Wort!!!). Alles mußte immer seinen Platz haben und es durfte auch nicht mal umgestellt geschweige denn dekoriert werden!!! Ich habe es mal probiert und schon gabs Ärger. Er ist halt sehr eingefahren was das Wohnen betrifft. Hat er von seiner Mutter *Augen rollen*
Und ich bin mehr ein , tja wie eigentlich???
Naja man siehts ja an unserer Einrichtung. Denn das Wohnzimmer ist komplett aus meinem alten Haus und ich kann mittlerweile machen wie ich es will. Hauptsache keine popigen Farben.
Als wir dann zusammen zogen gab er alle seine Möbel "unserem" Sohn. Der zog nämlich auch gerade zum Studium nach Hannover. Und dann hatten wir ja nur meine
Aber er kauft auch gerne Deko und überrascht mich immer wieder neu.
Nur das bei uns zurzeit alles ein weing zuviel grau in grau ist stört ihn. Vielleicht streichen wir demnächst wieder ein wenig um.
Nur ein einziges Mal gab es richtig Streit. Da wäre ich auch fast ausgezogen!
Seine Mutter in Öl (Stil der 60ziger Jahre) als riesiges Porträt über der Anrichte beim Eßbereich! Nenene, auch wenn sich meine böse Schwiegermutter als Herrin im Haus fühlte mußte ICH dies Bild dort nicht hängen haben. Gott sei Dank hat er sich besonnen sonst wäre ich nicht mehr hier.
Und SIE lebt, Gottlob, mittlerweile im Altenheim.
Aber das ist ein gaaaanz anderes Thema.
"Die Liebe jedenfalls, bügelt bei mir keine Ledercouch glatt." ... ein wundervoller Satz.
Gilt bei mir auch. Beim Thema wohnen bin ich nur extrem wenig kompromißbereich, bei allem anderen schon. Aber schwarze Hifi-Möbel dürften bei mir auch nicht rein.

Im Zweifelsfall spiele ich da auch mal die fiese "Ich bin die Fachfrau"-Trumpfkarte aus, um nicht mit schrecklichen Dingen leben zu müssen. Das Zusammenstellen eines gemeinsamen Haushalts finde ich schwierig, wenn der Mann sich nicht komplett raushält.
Bei mir gab es schon mal Diskussionen um einen schäbigen blauen Sessel (der wurde dann schwarz gestrichen), um dürre, fast blattlose Pflanzen im Schlafzimmer, Unmengen Hundehaare und die Putzfrequenz. O.K., ich bin dann doch nicht eingezogen, aber das lag am Mann, nicht an der Wohnung.
das scheint ja ein "bewegendes" thema zu sein! ich freue mich total über eure geschichten und anmerkungen
Wie sagte mein Mann neulich so schön, als ich zwei Wochen lang mit Zeitungspapier die Platzierung eines Bildes an der Wohnzimmerwand "übte": Wenn du zufrieden bist, bin ich es auch. Ich habe gelacht, er auch. Hihi. Manchmal hilft auch langer Atem: Erst wandert es in den Keller, dann wird es vergessen und irgendwann kommen die freundlichen Männer vom Sperrmüll und holen die imposante Schuhkarton-Sammlung der letzten 10 Jahre ab.
jomama,



wenn ich etwas in den Keller wandern lassen würde gäbe es Krach.
Ich habe da noch unzählige uralte Schallplatten samt Ständer die vor sich hin stauben... Als ich die mal in den Schrank gestellt habe war was los
Und käme unser Müllmann und würde entsorgen müsste ich gaaaaanz weit weg ziehen
Andererseits wäre das natürlich eine tolle Rache falls ich mal verlassen werden sollte
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