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Designgeschichte Teil 7: Klassizismus 1780-1800

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Der Klassizismus orientiert sich an der Formenwelt und den rationalistischen Gestaltungsprinzipien der antiken Architektur Griechenlands und Roms und kann somit als Gegenbewegung zu Barock und Rokoko verstanden werden.

Mit dem Aufkommen des Klassizismus beginnt die Epoche, in der die auf Repräsentation und Prunkentfaltung abzielenden Höfe aufhören, Mittelpunkte der Künste zu sein, und das Bürgertum eine neue soziale, ökonomische und kulturelle Position gewinnt. Von etwa 1815 bis 1840 läuft der Klassizismus als Architekturstil parallel zum Biedermeier als Inneneinrichtungs- und Möbelstil. Um 1840 wird die Klassizismus Architektur und Kunst abgelöst vom Historismus.

Die archäologische Erforschung der Antike ab etwa 1740 bildet die Grundlage für die Verwendung antiker Vorbilder in allen Bereichen der Kunst. Die Ausgrabungen römischer Villen in Pompeji und Herculaneum, deren Ergebnisse in mehreren reich illustrierten und viel verkauften Büchern veröffentlicht werden, geben die ersten Anstöße für die Antikenbegeisterung, die sich dann rasch über Europa verbreitet.

Seine wichtigste Ausprägung erfährt die Klassizismus Architektur und Stadtplanung. Hier werden die geometrischen Formen und klaren Linien der antiken Vorbilder verwendet, die in ihrer nüchternen Einfachheit der Verspieltheit und überschwenglichen Formenvielfalt des Rokoko eine deutliche Absage erteilen. In der Klassizismus Architektur sind streng gegliederte Gebäudeformationen mit vorgesetzten Säulenordnung bezeichnend. Beispiele dafür sind das Brandenburger Tor in Berlin, die Glyptothek in München oder der Pariser Arc de Triomphe. Einer der bedeutendsten Architekten des Klassizismus ist Karl Friedrich Schinkel, der im damaligen Preußen viele Gebäude schuf, darunter die Neue Wache und das Alte Museum in Berlin.

 

Möbel des Klassizismus

Auch die Möbel des Klassizismus orientieren sich an dieser klaren Formgebung: Alle Rahmen werden streng rechtwinklig gebildet, die gerade Linie wird scharf betont. Typisch für klassizistische Möbel sind strenge, klare Formen, einfache Proportionen und übersichtliche Gliederungen. Funktionale Einheiten werden getrennt, ihre Funktion wird betont. Die Möbel werden einfacher und zweckmäßiger und passen sich damit den Ansprüchen des Bürgertums an. Als Materialien werden Mahagoni, Esche, Pappel, Eibe, Nussbaum, Kirschbaum, Birne, Apfel, Birke, Eibe und Wurzelfurniere verwendet.

Die Kunsttischler der Zeit werden nicht nur von den klaren Formen der antiken Architektur inspiriert, sondern auch von streng geometrischen antiken Ornamentmotiven wie Zahnschnitt, Mäander und Wellenband. Aufgesetzter Dekor, oft vergoldet, findet sich in Form von Lorbeerkränzen, Urnen und Medaillons.

Bei den Sitzmöbeln kommen oft Säulenbeine vor, die sich nach unten konisch verjüngen. Die geschweiften, ineinander übergehenden Formen der Rokokosessel werden aufgegeben, dafür treten die konstruktiven Teile der Stühle und Sessel als einzelne Elemente in Erscheinung.

Bild des Benutzers Oliver
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23.08.2011

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