Hinter den Kulissen von Philukos Altbauwohnung

Wohnzimmer mit Casalino und Kindergarderobe

Philuko über ihre Einrichtung und über die besten Einkaufstipps in Karlsruhe und im Internet.

 

Wo und wie lässt du dich inspirieren?
Ich schaue mir Wohn- und Möbelzeitschriften, zum Beispiel in „Häuser“ und Wohnreportagen, wie in „Maxi“ an. Ich liebe die Bücher der Edition Paumes und ich mag Bücher über Gestaltung jeglicher Art – egal, ob es sich um Architektur, Wohnen, Design, Werbung oder Kunst handelt. Für mich hängt das in gewissem Sinne alles zusammen.

Wenn man mit offenen Augen durch das Leben geht, entdeckt man in den kleinsten Dingen eine Idee, einen Ansatz. Von der Natur kann man einiges abgucken – beispielsweise Farbgebungen. Das Pfaffenhütchen ist orange und pink; das ist eine großartige Farbkomposition. Ich denke, mein Mann und ich haben ein ganz gutes Händchen und kommen deshalb ohne Einrichtungsberater aus. Wir sind uns immer einig bei Einrichtungsfragen, weil wir den gleichen Geschmack haben – das ist ein Segen.

Wie ist deine Einrichtung entstanden?
Das war ein Prozess. Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, begann ich Stühle zu sammeln. Die ganze Einrichtung, wie sie heute ist, ist über Jahre entstanden. Ich habe sie nicht geplant, sondern immer mal wieder etwas dazu gekauft.

Als ich mit meinem Mann zusammen gezogen bin, haben sich ein paar Möbelstücke verdoppelt, denn er hatte eine ähnliche Einrichtung wie ich. Einige Sachen sind Geschenke von den Eltern oder Erbstücke von den Großeltern. Einen roten Faden gibt es nicht, jedenfalls nicht bewusst. Und trotzdem fügt sich alles auf eine Weise zusammen – vielleicht Zufall?

 

Flur, Wohnzimmer und Deko im Türrahmen

Gibt es Dinge, die Freunde an deiner Wohnung besonders mögen und loben?
Ich glaube, durch das alte Parkett und die hohen Räume wirkt die Wohnung recht groß und gemütlich, sodass sich die meisten Gäste schnell wohlfühlen. Unser Freund Torres sagt außerdem, dass ihm die Liebe zum Detail und die Farben besonders gefallen. Man kann bei uns ausdauernd schauen und alles mögliche entdecken, weil so viel Selbstgemachtes an den Wänden hängt oder herumsteht. Oft werde ich z. B. auf den Papierkranz angesprochen und nach einer Bastelanleitung gefragt.

Hat sich deine Einrichtung verändert, seit du Kinder hast?
Wenn man ein bisschen darauf achtet, dass man schöne Kinderspielsachen kauft, können sie im Idealfall dekorationsartige Funktion übernehmen – man nimmt sie nicht sofort als Spielzeug sondern vielmehr als „Schmuck“ wahr, wie z.B. ein roter Ball mit weißen Polkadots.

Gibt es Möbel oder Produkte, auf die du im Familienalltag nicht mehr verzichten möchtest?
Unheimlich praktisch sind die Tripp-Trapp-Hochstühle, die mitwachsen und sehr eine sinnvolle Anschaffung sind: Im Schulalter wird aus dem Hochstuhl ein Schreibtischstuhl. Körbe und Kisten fürs schnelle Aufräumen sind nicht mehr wegzudenken. Ebenso die kinderfreundlichen, unkaputtbaren Becher und Teller aus buntem Melamin.

Teppiche sind für uns unverzichtbar, weil die Kinder sonst oft auf dem blanken Holzboden sitzen und spielen würden. Schemel sind sehr nützlich, vor allem im Bad, damit die Kinder besser ans Becken kommen. Dimmbare Lampen helfen beim Einschlafen.

 

Le Corbusier Sessel, Barcelona Chair, Eames, Panton und Tripp Trapp

Besitzt du Designklassiker und Designermöbel?
Ich besitze verschiedene Stühle und Sessel von Charles und Ray Eames, Arne Jacobsen, Verner Panton, Le Corbusier und Mies van der Rohe. Meine Sammelleidenschaft begann mit 17 und hat sich bis heute fortgesetzt. Wann immer ein Fest anstand, habe ich mir von meinen Eltern einen neuen Stuhl gewünscht oder mir selbst einen geschenkt. Mit der Zeit ist die Sammlung recht bunt und vielseitig geworden.

Ich mag die zeitlosen Formen der Möbelklassiker. Etliche sind schon Jahrzehnte alt und kommen doch nie aus der Mode. Das finde ich großartig.

Gab es bei deinem Grundriss Herausforderungen?
Der Grundriss hat kaum Tücken. Die Wohnung ist schön geschnitten, die Zimmer sind alle recht groß und symmetrisch. Das einzig kritische Zimmer ist das Bad. Es ist winzig klein. Die Badewanne ist abgeschrägt, damit man überhaupt zum Waschbecken kommt. In diesem kleinen Bad die Utensilien von fünf Menschen unterzubringen, war nicht einfach. Wir haben das Problem mit einem schlanken weißen Spind gelöst, der zur Aufbewahrung von Handtüchern und Kosmetika dient.

Würdest du sagen, dass es Parallelen zwischen deiner Einrichtung und deinem Kleidungsstil gibt?
Ich kann Übereinstimmungen zwischen meiner Wohnungseinrichtung und meinem Kleidgungsstil feststellen. Lieblingsmuster wie Polkadots und Karos finden sich sowohl in der Einrichtung, als auch in meinen Kleidern. Bei der Kleidung wähle ich häufig schwarz als Hauptfarbe und kombiniere dazu ein Teil in einer Knallfarbe wie pink oder türkis. Ähnlich wie bei der Einrichtung auch, nur dass hier die Grundfarbe weiß ist.

Gibt es noch etwas, das du zu deiner Wohnung sagen möchtest?
Meine Wohnung kommt sehr nah an meine Traumwohnung heran. Ich wollte schon immer in einem Altbau wohnen. An unsere Wohnung sind wir durch einen glücklichen Zufall geraten: Eine ehemalige Arbeitskollegin hatte mir den Tipp gegeben, dass in ihrem Haus eine Wohnung leer stehe. Mein Mann und ich wollten zu diesem Zeitpunkt zusammen ziehen und waren auf der Suche nach einem schönen Altbau.

 

Wohnen mit Kindern und Kuscheltier

Zum Schluss: Hast du vielleicht noch ein paar Einkaufstipps?
Esstisch und Anrichte sind Erbstücke, daher kann ich dazu keinen Einkaufstipp geben. In Karlsruhe gibt es zwei schöne Einrichtungsläden: Burger Inneneinrichtung , Waldstraße 89-91 und Licht & Wohnen, Karlstraße 32.

Rice-Melamingeschirr kaufe ich bei Libelle, Nelkenstraße 1. Ausgefallene Lampen oder Ledertaschen findet man bei Yvonne Fehling und Jennie Peiz, Gabelsbergerstraße 1 oder auf kraud.de.

Witzige Kleingegenstände und schönes Geschenkpapier gibt es bei Butlers am Ludwigsplatz, die Tripp-Trapp-Hochstühle bei Ergonomie & Wohnen, Waldstraße 44. Farbige Gläser bei Habitat Stuttgart. Kinderzimmermöbel wie Wickeltisch und Schrank bei IKEA Walldorf.

Viele Möbel und Gegenstände meiner Wohnung habe ich im Internet gekauft. Den blauen Wäschekorb bei authentics-shop.de. Lampions bei party-discount.de. Stühle z.B. bei einrichten-design.de und ebay.de.

Bettwäsche und Kissen bei H&M Home, also hm.com. FNP-Regal von Axel Kufus bei cairo.de, schöne Bücher aus Karlsruhe bei infoverlag.de. Das Flurregal bei octopus-versand.de. Lampen bei skapetze.com.

Kindertaschen bei nostalgieimkinderzimmer.de. Ausgefallenes für Groß und Klein bei das-rote-paket.de. Die allermeisten Bilder bei uns haben meine Tochter ich selbst gemacht; ein Werk haben wir bei dem Karlsruher Künstler Achim Fischel gekauft: achim-fischel.de. Eine befreundete Nachbarin ist ebenfalls Künstlerin und macht wundervolle Bilder: eva-langhans.de. Hübsche Vasen, Tierfiguren und andere Keramik aus Karlsruhe gibt es unter majolika-karlsruhe.com.

 

 

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